Januar 2019

About sustainability & new lifestyles

oder: Business-Modelle, die die Welt verändern oder einfach nur ein neuer Lifestyle?

Je mehr man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, desto kritischer betrachtet man das Leben um einen herum. Wissen wir eigentlich, was wir damit anrichten? Ist es egal? Wie sollen wir etwas verändern, wenn die Masse nicht umdenkt? Nicht falsch, aber auch nicht richtig.

Was ist eigentlich nachhaltig nachhaltig?

Wir dürfen nicht den Blick verlieren, für das, was 'wahr' ist. Nur weil wir recycled PET-Flaschen an uns tragen, Ökostrom beziehen, Wasser aus Glasflaschen trinken, Samstags auf den Flohmarkt gehen und Textil-Zertifikaten vertrauen, retten wir noch nicht die Welt. Und sind auch nicht die besseren Menschen. Irgendwie gehört es doch gerade zum Lifestyle einer gebildeten Mittelschicht dazu. 

"Weg" bedeutet heute nur selten wirklich "weg"

Interessanter wird es, wenn sich die Gesellschaft zu neuen Gewohnheiten, einer neuen Art zu konsumieren und zu leben entwickelt und gewohnte Muster in der Masse aufgebrochen werden: Nischenbewegungen gesellschaftsfähig werden. Warum besitzen, wenn wir alle nur temporär gebrauchen? Viel hilft nicht immer viel – wenn sich unser Bewusstsein von immer schneller, immer weiter, immer mehr, hin zu einer ausgewählten und damit wertschätzenden Umwelt bewegt. Oder wir in unseren Unternehmen und Fabriken Produkte herstellen, die von einem linearen in ein zirkuläres Kreislaufsystem übergehen und somit Teil der Natur werden und bleiben können. „Weg“ ist heute leider nur selten wirklich „weg“.

Ob es nun die perfekte „instagrammable“ Capsule Wardrobe in heimischen Kleiderschrank ist oder das geteilte Auto zwei Häuserblöcke weiter... Ja, natürlich sind es auch Lifestyle Themen, aber spiegeln sie nicht eine viel bedeutendere Bewegung unserer Generation wider? Während es bei uns noch eine Nische ist – welche Bewegung könnte darauf aufbauend in den nächsten 10 Jahren entstehen?

Ob Trend, Lifestyle oder langfristig sinnvolles und bewusstes Umdenken – solange wir uns in die richtige Richtung bewegen und uns nicht wie eine Schneeflocke in der Lawine fühlen (= selten verantwortlich), leisten wir unseren Beitrag und brauchen keinen Namen dafür. 

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